Herrlisheim
Herrlisheim, die einzige östlich der Bundestrasse RN 83 gelegene Gemeinde des Kreises, mit ihren 200 Hektar Reben und 400 Hektar Feldern, halb dem Weinbau, halb der Landwirtschaft verschrieben, kann auf eine weit in die Vergangenheit reichende Geschichte zurückblicken: da wären der Turm und die Ruinen der Burg aus dem 13. Jahrhundert. Zunächst im Besitz der Herren von Hattstatt, fiel sie dann den Baronen von Schauenbourg zu, in deren Besitz sich auch die gesamte Stadt mit ihren Wehrmauern bis zur Französischen Revolution befand.
Nach dem zweiten Weltkrieg zählte Herrlisheim 700 Einwohner. Heute haben sich 1700 rund um die Sankt-Michaels-Kirche niedergelassen. Dieses Bauwerk mit seinem Turm im gotischen Stil aus dem 14. Jahrhundert birgt in seiner Seitenkapelle Kunstobjekte und ist auch stolz auf seine „Kapelle der heiligen Katharina“ aus dem 16. Jahrhundert.
Aufgrund seiner Lage am Rande Colmars wurde Herrlisheim, das sich auf harmonische Art und Weise vergrößert hat, Zeuge der Entstehung prächtiger, blumengeschmückter Häuser. Die Einwohner kommen oft am Flüsschen „Lauch“ im Süden der Ortschaft zusammen. Spaziergänger und Urlauber finden Orte zum Verweilen und Ausruhen in der Nähe der erst kürzlich der Natur zurückgegebenen Wiese, die vom Konservatorium für elsässische Stätten unter Naturschutz gestellt wurde.
Der Radweg von Colmar nach Herrlisheim, entlang der Lauch, stellt für die Mitbürger, aber auch für die Besucher der beiden Campingplätze von Eguisheim und Sainte Croix en Plaine einen weiteren Pluspunkt dar.
Der nahe gelegene Wald ergänzt diesen Rahmen, der sich wunderbar für Erholungsmomente eignet. Die jüngsten unter den Besuchern, jene, die gerne Sport treiben, finden in Herrlisheim Sportanlangen in dem Gebiet für Freizeitaktivitäten rund um das Stadion.
Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Hier kommen die Urlauber auf ihre Kosten, die in immer größerer Zahl die ganz unterschiedlichen Städtchen unseres schönen Kreises besuchen.
Das Rathaus mit seinem liebvoll gestalteten Park liegt inmitten der Gemeinde und ist der ganze Stolz der Bevölkerung und deren beliebter Treffpunkt.
EIN ERBAUTES ERBE
- Dorfmitte mit Haus aus dem XVI. Jahrhundert, Patrizierhaus der Schauenbourg.
- Kirche St-Michel (Sankt-Michaels-Kirche), Kirchturm aus dem XV. Jahrhundert.
- Diebesturm 1370, Teil der alten Stadtmauer.
EIN SAKRALES ERBE
- Ste Anne Trinitaire (die heilige Anna der Dreifaltigkeit), XVI. Jahrhundert (Sankt-Michaels-Kirche)
- Holztäfelung aus dem XVIII. Jahrhundert (Sankt-Michaels-Kirche)
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